Kinderbetreuung

Qualifizierte Kinderbetreuung finden Sie in Göttingen bei der Kindertagespflegebörse.

www.kindertagespflege-goe.de

Adresse: Waageplatz 8, 37073 Göttingen

Telefon: (0551) 384 385-0
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Beratungszeiten:

Mo. 14.30-16.30 Uhr
Di. 09.30-12.00 Uhr
Mi. Telefonsprechstunde 10.00-12.00 Uhr
Do. 15.00-18.00 Uhr
Fr. 09.00-11.00 Uhr

 

Regelmäßig weisen wir an dieser Stelle auf offene Plätze bei qualifizierten Tageseltern hin:

Erfahrene Tagesmutter in Weende hat zum 1.10.2016 zwei Plätze zu vergeben!

So beschreibt die Tagesmutter selbst ihre Arbeitsweise: „Mir ist es wichtig, dass die Kinder ganz in ihrem eigenen Tempo eine Beziehung zu mir und zueinander aufbauen, dass sie im freien Spiel die Welt und ihre Fähigkeiten entdecken und im gemeinsamen Spiel ihre Individualität und Gemeinschaftlichkeit entwickeln können. Ich bin dabei geduldig, achtsam und fröhlich.“

Bei Interesse bitte bei uns melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Frühe Fremdbetreuung ist kein Problem, so lange die Qualität stimmt


Warum Kinder unter 2 Jahren von Tagespflege profitieren

Kinder müssen bis zum dritten Lebensjahr unbedingt im häuslichen Rahmen und ausschließlich von der Mutter betreut werden. Diese Ansicht herrschte lange Zeit vor allem in den alten Bundesländern und ist heute ganz klar der sprichwörtliche Schnee von gestern.

Frauen sind mittlerweile genau so gut qualifiziert wie Männer und viele von ihnen wollen nicht „nur“ Mutter sein. Oft genug benötigen die Familien darüber hinaus das zweite Gehalt. Wer kümmert sich aber um den – in Deutschland sehr raren – Nachwuchs? Auch wenn das alte Konzept nicht mehr gilt, herrscht häufig Ratlosigkeit, welche Betreuungsart für den Nachwuchs unter 3 Jahren die beste ist. Zahlreiche, oft widersprüchliche Ratgeber zum Thema und gutgemeinte Meinungen von Freunden erleichtern die eigene Entscheidung nicht gerade. Die frühe Kindheit sei ein noch junges Wissensgebiet und noch zu wenig erforscht, begründet die Entwicklungspsychologin Lieselotte Ahnert diese Widersprüche. Dennoch gibt es einige Fakten, die bei der Entscheidung zwischen Kita und Tagesmutter als wichtige Orientierung dienen können:

Das Konzept der Bindung: Unter Bindung versteht man ein dauerhaftes, emotionales Band zwischen zwei Menschen. Als wichtiges Ergebnis der Bindungsforschung lässt sich festhalten, dass sich ein enger, positiver Kontakt zu einer Bezugsperson besonders in den ersten zwei Lebensjahren ausgesprochen positiv auf die spätere seelische Gesundheit, die Beziehungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Stress auswirkt. Dabei haben Kinder von Geburt an die Fähigkeit, sich nicht nur an eine einzige Bezugsperson zu binden wie die Forschungen weiter zeigen. Fühlt sich ein Kind sicher gebunden, kann es von dieser Basis aus seine Umwelt erkunden. Bindung ist also unerlässlich für alle späteren Lernprozesse.
Diese Erkenntnisse der Bindungsforschung sprechen für die Betreuung bei einer Tagespflegeperson, denn diese kann ganz anders auf die Bedürfnisse der ganz Kleinen eingehen, die Beziehung ist viel persönlicher als in einer Kita. Auch eine aufwendige österreichische Studie aus dem Jahr 2011, die die Bindungsqualität von unter 2 jährigen in Kitas und bei Tagesmüttern vergleicht, bestätige dies, so Ahnert: „…, die Bindungsqualität der Kinder zu ihren Tagesmüttern war in der Regel besser als bei Kindern, die in Kitas gehen.“ Gerade die Kleinen profitierten durch die individuelle, liebevolle Betreuung einer Tagesmutter. Gruppenbezogenen Strategien wie in Kitas seien dann die nächste wichtige, aber auch große Herausforderung für Kinder.

Mehr Einfluss der Eltern: Eltern können bei der Betreuung durch Tageseltern viel mehr mitgestalten. Gerade kleine Kinder profitieren von der engen Zusammenarbeit und dem persönlichen Verhältnis zwischen Eltern und Tageseltern. Es gibt die Möglichkeit das Kind zu Zeiten betreuen zu lassen, die in der Kita oft nicht angeboten werden oder die Zeiten flexibel zu gestalten. Darüber hinaus haben Eltern die Wahl, ihr Kind in seiner gewohnten häuslichen Umgebung betreuen zu lassen oder von einer selbständigen Tagesmutter in geeigneten und geprüften Räumen.
Sollte es irgendwann einen Übergang zwischen Tagespflege und Kita geben, empfiehlt es sich diesen bewusst zu gestalten, denn Bindung gibt es nicht auf Knopfdruck, sie braucht Zeit. Auch hierbei können Tagesmütter/-väter unterstützen, in dem sie die Eingewöhnung des Kindes begleiten. Bricht man die Betreuung bei der Tagesmutter zugunsten der Kita jedoch zu plötzlich ab, kann das gerade den unter 2jährigen schaden und sie in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Man sollte sich vor Augen führen, dass Tagespflege keine Notlösung darstellt und auch bei den Älteren in einer entsprechend großen Gruppe bestens geeignet ist.

Weitere Infos für Göttingen: Bei der Suche nach der richtigen Tagesmutter oder dem richtigen Tagesvater hilft die Kindertagespflegbörse Göttingen. Momentan fördert die Stadt Göttingen einen Platz in der Kindertagespflege mit 4,30 € pro Stunde und Kind, die in der Regel an die Tagesmutter/den Tagesvater gezahlt werden. Je nach Gehalt und Betreuungsumfang zahlen die Eltern einen Kostenbeitrag an die Stadt. Ansprechpartnerin dort sind Frau Tille und Frau Schliesing vom Fachbereich Jugend, Fachdienst Finanzielle Hilfen, Hiroshimaplatz 1-4.
Frau Schliesing, Tel. 400-2273
Frau Tille Tel. 400-2240

Literatur:
Weiß/Stempinksi/Schumann/Keimeleder: DJJ-Curriculum „Qualifizierung in der Kindertagespflege“, Kallmeyer 2008.
Simon, Claus Peter: Was ist eine gute Mutter? In: Geo Wissen 52 (2013). S. 122-123.